Mittwoch, 6. Februar 2008

Von Fleisch und Gina Wil...

Zu meinen derzeitigen Beschaeftigungen in der Schule gehoert grad neben Mathe- undComputerlehrer der Job des Bibliothekars.

Die Schueler hatten sich auf der Letzten 'Gesamtkonferenz' darueber beschwert, dass es keinen Bibliothekar gibt, der den ganzen Tag da ist. Diese Anmerkung hab ich mir zu Herzen genommen und verbring jetzt meine freie Zeit des oefteren in der Bibliothek. Die Schueler freuts. Besonders meine Schueler aus den Mathestunden freuen sich, da ich jetzt oefter ansprechbar bin fuer ihre Fragen.
Waehrend ich meine Stunden vorbereite kommen die Kinderlein um zu studieren und um sich Buecher auszuleihen. Bei manchen Kindern hab ich den Verdacht, dass sie sich vollkommen Wahllos ein Buch aus dem Regal picken und dieses dann ausleihen wollen. Oft werden die dicken Schwarten am naechsten Tag ungelesen zurueckgebracht. Hauptsache man war in der Bibliothek und hat was ausgeliehen.
Ganz besonders hoch steigt die Rate an ausgeliehener Wahllosigkeit, wenn ich annonciere, dass die Bibliothek in wenigen Minuten schliesst. Da wird gegriffen, was grad in der Naehe liegt ohne zu gucken an welchem Regal man grad steht. doof nur wenn man in der Mathe oder Physikabteilung steht und dann erst vor der Tuer merkt, dass man Experimental Physics in den Haenden haelt.
Aber vielleicht sollte ich kurz noch mal beschreiben, wie die Bibliothek ueberhaupt aussieht. So wie ichs bis jetzt beschrieben habe macht es den Anschein ein grosses modernes Gebaeude zu sein, aber dem ist nicht so.
Hinter dem Gebaeude der Form 1 and 2 am Wassertank vorbei liegt im Schatten eines grossen Baumes, das Buecherland:
Die Bibliothek war bis vor zwei Jahren ein unuebersichtliches Chaos, bis sich zwei Freiwillige (Medelz) drangesetzt hatten und dem ganzen die deutsche Ordentlichkeit ueberzustuelpen. Jetzt ist alles schoen fein einsortiert, es gibt am Ausleihtresen ein Plakat mit Regeln, wie man sich in der Buecherei zu verhalten hat, und eine Uebersichtskarte, wo welche Buecher stehen. Die Karte wird meist nicht verstanden, was nicht an der weiblichen Orientierungslosigkeit beim zeichnen glegen hat, sondern weil Schueler hier kaum Karten lesen gelernt haben.

Die Auswahl in der Bibliothek ist schon recht gut. Viele Mathebuecher aus England und Amerika, Bio Science und History. Facts about Germany und ein anderes Buch aus dem Jahr 1966, was die Schoenheit meiner Heimat beschreibt. Geschichte in Wort und Bild. Auch das wir hier nicht-Schulbuecher haben ist echt gut, auch wenn ich manchmal zweifle ob die Inhalte Jugendfrei sind,

oder ob manche Buecher auch von Moslems gelesen werden koennen:






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